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Iran: Khatami aus dem Rennen?

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Der Ex-Präsident zieht womöglich seine Kandidatur zurück. Sein Rückzug käme nicht überraschend, da Khatami mehrfach angekündigt hat, auf seine Kandidatur zu verzichten.

Teheran/Wien. Der frühere iranische Präsident Mohammed Khatami erwägt offenbar, seine Kandidatur für die am 12. Juni stattfindenden Präsidentschaftswahlen zurückzuziehen. Die konservative Agentur „Mehr“ zitiert einen Khatami nahestehenden Berater, der behauptet, dass Khatami in einer Sitzung vor Mitgliedern seines Wahlkampfteams seinen Rückzug vom Wahlkampf angedeutet habe. Angeblich soll der Expräsident morgen, Dienstag, eine offizielle Erklärung abgeben.

Die Agentur Fars berichtet ebenfalls, dass Khatami sein Ausscheiden von der Wahlkampagne angekündigt hat. Sein Rückzug käme nicht überraschend, da Khatami mehrfach angekündigt hat, er würde zugunsten des früheren iranischen Premierministers (von 1981 bis 1989) Mir Hossein Moussavi auf seine Kandidatur verzichten.

Mahdi Karroubi, ein weiterer Kandidat der Reformer, will hingegen an seiner Kandidatur festhalten. Die Spaltung des Reformerlagers im Jahr 2005 gilt als einer der Gründe für den Wahlsieg des konservativen Kandidaten Mahmoud Ahmadinejad.

Khatamis möglicher Rückzug wird bei den Reformern zwar mit Enttäuschung aufgenommen, die realistischen Khatami-Sympathisanten meinen aber, Khatami fehle es an „zeranqi“ und „orzeh“ – Mut und Biss. Mousavi und Karroubi hätten bessere Chancen, sich im rauen politischen Klima Teherans zu behaupten.

@diepresse.com

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