Mugabe und Ahmadinedschad jammern über Sanktionen
Schulterschluss in Simbabwe: Die Sanktionen des Westens seien ungerecht, war sich Diktator Mugabe mit Irans Präsident Ahmadinedschad einig. Beide Länder wollen nun ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen.
Die Sanktionen der EU und der USA gegen Simbabwe wurden wegen zahlreicher Verletzungen der Menschenrechte verhängt; Teheran wurde für seine Nuklearaufrüstung vom Uno-Sicherheitsrat bestraft.
Ahmadinedschad kritisierte Länder, ohne Namen zu nennen, die für "Ungerechtigkeit und Korruption" stünden und "die Ressourcen anderer Länder ausplündern, um ihre internationale Vorherrschaft auszubauen".
Dagegen sei die Führungsstärke Mugabes "eine Lehre für alle Nationen", lobhudelte der Gast aus Teheran. Während der 30-jährigen Herrschaft Mugabes hat der inzwischen 86-Jährige sein Land wirtschaftlich ruiniert. Er gilt als verantwortlich für zahllose Gewalttaten gegen Oppositionelle und ihre Angehörigen.
Ahmadinedschad war am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch im afrikanischen Krisenstaat eingetroffen. Mugabes Koalitionspartner, Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, ist simbabwischen Medienberichten zufolge ins Ausland gereist, um nicht mit Ahmadinedschad zusammentreffen zu müssen. Tsvangirais Partei MDC verurteilte den Besuch als "eine Beleidigung der friedliebenden Völker Irans und Simbabwes".
Ahmadinedschad will in Simbabwe mehrere Abkommen zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder unterzeichnen und eine Traktorenfabrik eröffnen, die teilweise mit iranischen Geldern entstanden ist. Er wollte am Freitag die Internationale Handelsmesse in Bulawayo besuchen, auf der zahlreiche iranische Firmen ausstellen.
Ahmadinedschad reist anschließend nach Uganda weiter. Das Land ist derzeit auch Mitglied des Weltsicherheitsrats. Das Uno-Gremium soll auf Drängen der USA wegen des Nuklearkonflikts bald neue Sanktionen gegen Iran beschließen.
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